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Ko Phi Phi - ein Inselwinzling in der Andaman See
Urlaubsparadies über und unter Wasser
Massentorismus bedroht die empfingliche Ökostruktur
Thailand hat viele Gesichter. Wer aber in den Süden fährt, trifft eine Urlaubsregion an, wie man sich ein Urlaubsparadies vorstellt. Eines der Sehnsuchtsziele ist Ko Phi Phi, eine pittoreske Inselgruppe vor der Westküste Thailands in der Andaman See. Diese Miniinselgruppe besteht aus der größeren Hauptinsel Ko Phi Pi und der weitaus kleineren Nebeninsel Ko Phi Phi Lee. Wer im Süden Thailands weilt, lässt sich kaum nehmen, wenigstens von Phuket oder Krabi aus einen Tagesausflug nach Ko Phi Phi zu machen. Die Nebeninsel ist vielen bekannt durch die Dreharbeiten des Kinofilms The Beach. Und auch durch einen weiteren Film ist die damals noch unberührte Inselgruppe als Drehort des James Bond-Film Der Mann mit dem goldenen Colt bekannt geworden. In den 70er Jahren war die Welt auf dieser vom Tourismus noch unberührten Inselgruppe in Ordnung. Bald wurde die kleine Inselgruppe zum Geheimtipp für wenige Eingeweihte. Doch die herrlichenweißen Sandstrände und das glasklare, türkisfarbene Wasser ließen sich nicht lange vor der Welt verbergen.
Gemeinsam mit den unbewohnten Inseln Ko Mai Phai, Ko Yung, den unzugänglichen Felseninseln Ko Bida Nai und Ko Bida Nok bilden sie den 390 km² großen Hat Noppharat Thara Marine National Park. Diese Region beitet ein ideales Umfeld für Wasser- und Tauchsportaktivitäten vor dem Hintergrund steil aufragender, von den Naturgewalten skurril bearbeiteter Felsformationen.
Doch der Tourismus, vornehmlich auch die vielen Tagesbesucher, bilden eine große Gefahr für die empfindliche Ökostruktur. Der Inselwinzling von solch dramatischer Schönheit wird von Tagesgästen geradezu überschwemmt. Von Jahr zu Jahr strömen Abertausende auf diesen beiden Inseln. Die Inselgruppe liefert an sich ein geheimnisvolles Szenarium: Zwei wild zerklüftete Kalksteinmassive, Dschungel auf der einen und Kokospalmen auf der anderen Insel, durch eine kleine schmale Landbrücke verbunden, beiderseits halbrunde, schneeweiße Sandbuchten. Für diese Tourismusmassen ist diese Insel zu klein. Den Behörden ist gerade das Müllproblem längst über den Koipf gewachsen.
Im Geleit dieser Touristenflut tauchten gewaltigeProbleme auf. Längst haben die einst wegen ihrer Gastfreundschaft udn Spontaneität geschätzten Bewohner diese Grundhaltungen durch eine reine Profitgier ersetzt. Zunehmend beklagen sich die Gäste auch über vermehrt auftretende Diebstähle. Die vormals intakte Ökologie erstickt unter den Müssmassen, und manche Korallenbänke sind durch die Anker der Touristenboote völlig zerschmettert worden.
Aber auch die Gesellschaftsstruktur hat sich seit Beginn des Tourismus-Booms geändert., der die Grundstückspreise in die Höhe trieb und manche einstigen Bewohner ihre Grundstücke voreilig zum Verkauf anboten. Mittlerweile wurden die einstigen Besitzer von den neuen Grundstücksbesitzern größtenteils vertrieben, udn die nunmehr Besitzlosen führen ein geduldetes Dasein am sozioalen Rande der Inselgesellschaft. Bwohnt ist allerdinsg nur die Hauptinsel Ko Phi Phi, ein mit Dschungel gesegnetes und sanften Buchten reiches Tropenparadies. Die kleien Nebeninsel besteht fast nur aus einer bizarren felslandschaft ohne Besiedlung.
Wer auf Ko Phi Phi Ruhe sucht, kann deise lediglich in den wenigen nachtstunden genießen. Denn bereits am frühen Morgen brechen die Longtailboote auf, am Vor- und Nachmittag vermehrt sich der Motorenlärm durch die Ausflugsboote udn Fähren, dieTausende von Tagestouristen auf die Insel schippern. Die Bootsausflüge bringen die Gäste in eine faszinierende Inselwelt. Ziele dieser Tagesausflügler sind:
- Shark Point im Südosten der Tonsai Bay ( Hunderte von Leopardenhaien)
- hervorragende Tauchgründe an der westaseite der Tonsai Bay
- Viking Cave mit Höhlenmalereien auf Ko Phi Phi Lee
- angenehme Bademöglichkeiten an der Maya Bay von Ko Phi Phi Lee
- Hin Khom Beach mit seiner rauhen Felsenlandschaft
- der lange, weiße Sandstrand von Long beach
- die Lo Dalam Bay - ein Kinderplanschbecken
- der Dschungelpfad über die Insel Lo Ba Kao Bay.
Die Insel Ko Phi Phi hat sich auf den Tourismus völlig eingestellt. In Zentrum gibt es alles, was der Tourist benötigen könnte: Bars, Restaurants, Cafés, Discos, Supermärkte, Bäckereien,Banken, Reisebüros, Tauchschulen, Wäschereien, Post und ein Health Center. 20 Tauchschulen bieten auf der Insel einen PADI-Tauchkurs an. Wer Lust hat, kann auch einen Massagekurs buchen. Die Anreise zu den Phi Phi Islands geschieht über Krabi oder Phuket. Eine Menge preiswerter Unterkünfte findet der Gast vor. Wer einige Tage auf Ko Phi Phi zur Verfügung hat, muss unbedingt den Viewpoint besteigen und aus der Vogelperspektive diese wundersame Inselwelt bestaunen. Inselrundfahrten, so zu der schroffen südlich gelegenen Nebeninsel Ko Phi Phi Lee, mit den interessanten Kliff-Formationen werden regelmäßig angeboten. Ein Anziehunsgpunkt ist die Viking Cave, und massenhaften strömen die Besucher in diese Höhle, wo ein örtlicher Reiseleiter gerne das Ernten der Schwalbennester erklärt. Letztlich kommen auch die Schnorchelfans voll auf ihre Kosten. Ko Phi Phi besitzt besondere Schnorchelgebiete mit unwahrscheinlich vielen verschiedenen Fischarten.
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